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Rojnivîskên Sirgûnekî (1985-1999)

Buchdetails

Einband Taschenbuch
Sprache Kurdisch (Kurmacî)
Erscheinungsjahr 2024
Seitenzahl 148
Maße (L/B/T) 21/13.6/1 cm
Gewicht 158 g
Auflage 1. Auflage
ISBN 9786057221797
Hersteller
Kooperatifler mah. Rızvan Ağa 2. Sk. No: 2/2
21100, Yenişehir / Diyarbakır
info@pallwesan.com

Zinarê Xamo

Rojnivîskên Sirgûnekî (1985-1999)

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Beschreibung

Ein sorgfältig ausgewähltes Werk kurdischer Literatur – kuratiert für Leserinnen und Leser, die Sprache, Geschichte und Kultur vertiefen möchten.

Rojnivîskên Sirgûnekî versammelt ausgewählte Tagebuchaufzeichnungen von Zinarê Xamo aus den Jahren 1985 bis 1999. Nach seiner Ankunft in Schweden begann er, seine Erfahrungen im Exil regelmäßig festzuhalten.

Die Einträge erzählen von persönlichen Begegnungen, politischen Diskussionen, kultureller Arbeit, Enttäuschungen und dem Gefühl dauerhafter Fremdheit. Zugleich entsteht ein lebendiges Bild des kurdischen Lebens in Schweden und in der Diaspora jener Jahre.

Auszüge aus dem Tagebuch:

02.11.1985: Gegen 20:30 Uhr war aus dem hinteren Saal plötzlich ein Knall zu hören, gefolgt von großem Geschrei. Ich sah, wie Malmîsanij jemanden festhielt, während dieser versuchte, sich aus seinem Griff zu befreien.

16.01.1986: Mehmed Uzun hielt an der Lararhogskolan ein Treffen zu seinem Roman Tu ab. Cimşîd Heyderî, Nazês Vater, sagte: „Genug, das ist Diebstahl.“ Die Stimmung schlug um, die Atmosphäre wurde sehr unangenehm.

19.05.1987: Niemand weiß, unter welchen Bedingungen wir diese Zeitung herausgeben. Ohne diesen Idealismus hätten wir sie niemals veröffentlichen können.

28.11.1992: Wir aßen, tranken und redeten uns über Politik die Herzen frei. Eigentlich ist Politik jedes Mal unser Thema, wenn wir zusammenkommen. Wir reden viel, aber zu einem klaren Ergebnis kommen wir nicht.

10.03.1996: In diesem Land fühle ich mich oft wie zu lebenslanger Haft verurteilt, weil ich nicht weiß, wann meine Strafe enden wird.

31.05.1999: Noch nie in meinem Leben war ich so traurig und enttäuscht. Für mich ist heute einer der schmerzhaftesten Tage überhaupt.

Das Buch ist damit sowohl ein persönliches Dokument des Exils als auch eine kulturelle, gesellschaftliche und politische Chronik einer kurdischen Generation in Europa.

Buchdetails
Einband Taschenbuch
Sprache Kurdisch (Kurmacî)
Erscheinungsjahr 2024
Seitenzahl 148
Maße (L/B/T) 21/13.6/1 cm
Gewicht 158 g
Auflage 1. Auflage
ISBN 9786057221797
Verlag & Hersteller
Kooperatifler mah. Rızvan Ağa 2. Sk. No: 2/2
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Beschreibung

Rojnivîskên Sirgûnekî versammelt ausgewählte Tagebuchaufzeichnungen von Zinarê Xamo aus den Jahren 1985 bis 1999. Nach seiner Ankunft in Schweden begann er, seine Erfahrungen im Exil regelmäßig festzuhalten.

Die Einträge erzählen von persönlichen Begegnungen, politischen Diskussionen, kultureller Arbeit, Enttäuschungen und dem Gefühl dauerhafter Fremdheit. Zugleich entsteht ein lebendiges Bild des kurdischen Lebens in Schweden und in der Diaspora jener Jahre.

Auszüge aus dem Tagebuch:

02.11.1985: Gegen 20:30 Uhr war aus dem hinteren Saal plötzlich ein Knall zu hören, gefolgt von großem Geschrei. Ich sah, wie Malmîsanij jemanden festhielt, während dieser versuchte, sich aus seinem Griff zu befreien.

16.01.1986: Mehmed Uzun hielt an der Lararhogskolan ein Treffen zu seinem Roman Tu ab. Cimşîd Heyderî, Nazês Vater, sagte: „Genug, das ist Diebstahl.“ Die Stimmung schlug um, die Atmosphäre wurde sehr unangenehm.

19.05.1987: Niemand weiß, unter welchen Bedingungen wir diese Zeitung herausgeben. Ohne diesen Idealismus hätten wir sie niemals veröffentlichen können.

28.11.1992: Wir aßen, tranken und redeten uns über Politik die Herzen frei. Eigentlich ist Politik jedes Mal unser Thema, wenn wir zusammenkommen. Wir reden viel, aber zu einem klaren Ergebnis kommen wir nicht.

10.03.1996: In diesem Land fühle ich mich oft wie zu lebenslanger Haft verurteilt, weil ich nicht weiß, wann meine Strafe enden wird.

31.05.1999: Noch nie in meinem Leben war ich so traurig und enttäuscht. Für mich ist heute einer der schmerzhaftesten Tage überhaupt.

Das Buch ist damit sowohl ein persönliches Dokument des Exils als auch eine kulturelle, gesellschaftliche und politische Chronik einer kurdischen Generation in Europa.